Außenminister Heiko Maas hat auf seiner Krisenmission in Teheran keine Erfolge erzielt. Iran und die USA überziehen sich im Atomstreit weiter mit Drohungen. Nun will Japan vermitteln.
Die Bemühungen um nukleare Abrüstung und Nichtweiterverbreitung vonAtomwaffen stecken nach Ansicht von Bundesaußenminister Heiko Maas in der Krise. "Das ist eine Gefahr für den Weltfrieden. Wir müssen dem Negativtrend etwas entgegensetzen", erklärte der SPD-Politiker vor einem Treffen von 18 Außenministern an diesem Dienstag in Stockholm.
Eingeladen zu dem Meinungsaustausch hat das schwedische Außenministerium. Neben Maas werden auch die Chefdiplomaten aus Argentinien, Äthiopien, Finnland, Indonesien, Japan, Jordanien, Kanada, Kasachstan, den Niederlanden, Neuseeland, Norwegen, der Schweiz, Spanien und Südkorea teilnehmen. Keines der Länder besitzt Atomwaffen. Konkrete Beschlüsse wurden nicht erwartet.
Maas hatte sich am Montag in Teheran für eine Rettung des Atomabkommens zur Verhinderung einer iranischen Atombombe eingesetzt. Konkrete Fortschritte wurden dabei jedoch nicht erzielt: Heraus kam vielmehr ein derber Schlagabtausch mit gegenseitigen Drohungen (mehr dazu erfahren Sie hier). Auch die US-Bemühungen im Atomstreit mit Nordkorea kommen nicht recht voran. Zwischen Russland und den USA steht die Frage der Verlängerung des 2021 endenden New-Start-Vertrages über die Kontrolle atomarer Angriffswaffen an.